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vor 38 Minuten

Service im Wandel: Digitalisierung, Wissen und KI prägen die Zukunft

Das war der Innosoft Anwendertag 2026 

Der Innosoft Anwendertag 2026 in Dortmund zeigte, wie sich Serviceorganisationen im Maschinen- und Anlagenbau weiterentwickeln. Anwenderunternehmen, Branchenexperten und Partner präsentierten praxisnahe Projekte rund um Digitalisierung, Wissensmanagement, Künstliche Intelligenz und integrierte Serviceprozesse. Die Vorträge machten deutlich, dass erfolgreiche Serviceorganisationen heute eine moderne Software wie Innosoft benötigen, aber auch durchgängige Prozesse, nutzbares Wissen, die Einbindung der Mitarbeitenden und eine klare strategische Ausrichtung. Von der digitalen Einsatzplanung über KI-gestützte Serviceberichte bis hin zu intelligenten Wissensdatenbanken wurde sichtbar, wie Unternehmen ihre Servicequalität steigern, Effizienzpotenziale erschließen und den Service als wichtigen Erfolgsfaktor für die Zukunft positionieren.

Thomas Schwabe von HEGLA nahm die Teilnehmer mit auf die Digitalisierungsreise seines Unternehmens. Der weltweit tätige Spezialist für Maschinen und Anlagen zur Flachglasverarbeitung setzt seit 2001 auf Innosoft als zentrales Werkzeug für Asset Management, Ticketing und Einsatzplanung. Mit der Migration von Innosoft classic auf FSM, der Einführung von Cloud-Access, mobilen Anwendungen sowie der geplanten E-Mail-Integration und weiteren digitalen Services hat HEGLA wichtige Meilensteine im Blick. Als wichtigste Erkenntnisse für die erfolgreiche Umsetzung nannte Thomas Schwabe die Bedeutung eines klaren Zielbilds, das schrittweise Anschieben von Veränderungen sowie ein aktives Projektmanagement.  

Wie sich ein technischer Servicedienstleister über Jahrzehnte konsequent digitalisiert hat, zeigte Mathias Fallert von der D-KRANTECHNIK, einem Unternehmen zur Prüfung, Wartung, Reparatur und Modernisierung von Krananlagen und Arbeitsmitteln. Es nutzt Innosoft seit 2002 als zentrales ERP- und Service-System. Im Mittelpunkt steht ein durchgängig digitaler Prüfprozesses vom automatisierten Kundenanschreiben über die Einsatzplanung bis hin zur Durchführung und Dokumentation der Prüfungen vor Ort: Die Servicetechniker erhalten alle relevanten Informationen digital und können vor Ort auf Historien, Mängelberichte und technische Daten zugreifen. D-KRANTECHNIK hat gemeinsam mit Innosoft zahlreiche individuelle Erweiterungen entwickelt, um die besonderen Anforderungen eines Prüf- und Serviceunternehmens abzubilden.  

Wie sich das über Jahrzehnte gewachsene Wissen eines international tätigen Maschinenbauers schnell und zuverlässig nutzbar machen lässt, zeigte Ingo Slawek von DIOSNA auf. Der Spezialist für Anlagen in der Backwaren-, Pharma- und Chemieindustrie setzt seit 2024 auf die KI-basierte Lösung SmartSearch von Innosoft, um weltweit verteilte Informationen aus unterschiedlichen Datenquellen zentral verfügbar zu machen. Mit SmartSearch können Servicemitarbeiter über eine semantische Suche Dokumentationen, Einsatzberichte, Zeichnungen oder Wartungshistorien innerhalb weniger Sekunden finden – unabhängig davon, wo diese gespeichert sind.  

Wie sich Serviceprozesse nahtlos mit dem ERP-System verbinden lassen, zeigten Martin Denny und Markus Nenno von ams.Solution in ihrem Vortrag. Unter dem Titel „Was Innosoft weiß, weiß jetzt auch Ihr ERP“ stand die Integration von Innosoft FSM in das ERP-System ams.erp im Mittelpunkt. Ziel ist es, Daten nicht mehrfach erfassen zu müssen, sondern Informationen entlang des gesamten Prozesses automatisch zwischen ERP, Einsatzplanung und Servicetechnikern auszutauschen. Servicetechniker erhalten ihre Einsätze mobil auf dem Endgerät, inklusive Navigationsdaten, Dokumentationen, Prüfprotokollen und Materialinformationen. Zeiten, Materialien, Reisekosten und technische Berichte werden vor Ort digital erfasst und nach Freigabe automatisch an das ERP-System zurückgespielt. Dadurch stehen alle relevanten Informationen unmittelbar für Nachkalkulation, Dokumentation und Rechnungsstellung bereit.  

Tim Herding von Herding Filtertechnik zeigte, wie sich technischer Service durch Digitalisierung, Automatisierung und KI nachhaltig verändern lässt. Das Familienunternehmen hat seinen Servicebereich grundlegend modernisiert. Während früher Excel-Tabellen, Word-Dokumente und Outlook-Termine den Arbeitsalltag prägten, setzt Herding heute auf die integrierte Field Service Management-Lösung von Innosoft inklusive der semantischen Suche, die für schnelle interne Suchergebnisse sorgt, indem sie dabei hilft, PDF-Dateien zu scannen, Mails zu durchforsten oder auch auftragsbezogene Daten wie Tickets zu sichten.  Servicetechniker arbeiten mit der Innosoft Mobile App, erfassen Zeiten, Protokolle und Reisekosten digital und greifen jederzeit auf aktuelle Kundendaten zu. Die Kommunikation zwischen Innen- und Außendienst erfolgt nahezu in Echtzeit, wodurch Bearbeitungszeiten verkürzt und Fehlerquellen reduziert werden. Gleichzeitig ermöglichen integrierte Auswertungen eine bessere Steuerung der Serviceprozesse.  

Können Serviceberichte von einer reinen Dokumentationspflicht zu einer wertvollen Wissensquelle entwickelt werden? Dieser Frage widmete sich Stefan Feldmeier von KraussMaffei. Gemeinsam mit Innosoft entwickelte man einen pragmatischen Projektansatz: Im Mittelpunkt stehen KI-Funktionen, die Stichpunkte automatisch in vollständige Texte umwandeln, Berichte korrigieren, übersetzen und künftig auch auf Vollständigkeit sowie Plausibilität prüfen. Der Techniker bleibt dabei jederzeit in der Verantwortung, wird aber von zeitaufwendigen Dokumentationsaufgaben entlastet. Ziel ist es, die Qualität der Berichte weiter zu steigern und gleichzeitig den Aufwand für die Mitarbeitenden zu reduzieren.  

Von der Einführung eines Field Service Management Systems in einer komplexen IT-Landschaft berichtete Daniel Brodt von Vecoplan. Das Unternehmen, das weltweit Maschinen und Anlagen für die Recyclingindustrie entwickelt und fertigt, lebt auch vom Erfolg des Servicegeschäfts. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an effiziente Prozesse und eine leistungsfähige Serviceorganisation. Vecoplan setzt auf Wissensdatenbanken, Pilotanwender, intensive Testphasen und praxisnahe Schulungen. Ein eigenes Einführungs-Event sorgte zusätzlich für hohe Akzeptanz im Serviceteam.  

Auf eine historisch lange Zeit der Zusammenarbeit mit Innosoft konnte Ingo Lobinsky von der Neumag, Zweigniederlassung der Barmag GmbH & Co. KG, in seinem Vortrag zurückblicken. Er zeigte damit gleichzeitig die Entwicklung des weltweiten Service- und Einsatzmanagements eines der führenden Maschinenbauer für die Herstellung von Kunstfasern auf. Heute unterstützt Innosoft die Planung von bis zu 250 Servicetechnikern, die parallel auf zahlreichen internationalen Baustellen tätig sind.  

Auch die großen Verbände rund um den Service und den Maschinenbau waren auf dem Anwendertag vertreten. Thomas Riegler vom VDMA widmete sich einer der drängendsten Herausforderungen im Maschinen- und Anlagenbau: dem drohenden Verlust von Erfahrungswissen durch den demografischen Wandel. Bereits in den kommenden Jahren würden zahlreiche erfahrene Ingenieure und Servicetechniker in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig würden die Anforderungen an Serviceorganisationen durch komplexere Maschinen, individuelle Kundenlösungen und den zunehmenden Fachkräftemangel steigen. Wissensmanagement, so seine Position, sei längst kein Nice-to-have mehr, sondern eine strategische Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit von Serviceorganisationen im Maschinen- und Anlagenbau.  

Carsten Neugrodda vom Service-Verband KVD stellte dar, wie sich Serviceorganisationen in einem von Unsicherheit, wirtschaftlichen Herausforderungen und technologischen Umbrüchen geprägten Umfeld als entscheidender Erfolgsfaktor positionieren können. Angesichts globaler Krisen, geopolitischer Spannungen, Fachkräftemangels und der rasanten Entwicklung von KI stünden Unternehmen vor der Aufgabe, neue Stabilitätsanker zu schaffen. Genau hier sieht Carsten Neugrodda die besondere Rolle des Service: Er sorge für Kundennähe, Verlässlichkeit und wiederkehrende Umsätze. Statt Service als nachgelagerte „After-Sales“-Funktion zu betrachten, müsse er frühzeitig in Entwicklung, Vertrieb und Unternehmensstrategie eingebunden werden. 

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Innosoft Update – FSM Version 2.5

Innosoft GmbH

Seit 1996 entwickelt Innosoft Softwarelösungen rund um die Auftragsbearbeitung im Service und die Planung von Außen- und Innendienstmitarbeitern.

Softwarelösungen

  • Field Service Management
  • Einsatzplanung
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  • Ressourcenplanung im Projektmanagement
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